Nachlese


August 2008 - Ralph Lux ist neuer Ortsvorsteher

Der Ortschaftsrat Ulbersdorf hat in seiner Sitzung am Mittwoch, den 30. Juli 2008, den Ortschaftsrat, Herrn Ralph Lux, einstimmig zum neuen Ortsvorsteher gewählt. Weitere Kandidaten für dieses Amt gab es nicht. Der 36 jährige Werkzeugmacher und ehemalige Vereinsvorsitzende des Jugendclubs sowie jetziger stellvertretender Vorsitzender des Märchenturmvereins übernahm dann die Amtsgeschäfte am 01. August von Vorgänger Daniel Brade.
Die Wahl wurde notwendig, da Daniel Brade am 08. Juni zum Bürgermeister der Gemeinde gewählt wurde und ebenfalls sein Amt am 01. August antrat. Als Bürgermeister kann er laut Sächsischer Gemeindeordnung nicht zugleich Ortsvorsteher sein. Ralph Lux wird vorerst bis zur nächsten Ortschaftsratswahl im Juni 2009 ehrenamtlicher Ortsvorsteher in Ulbersdorf sein. Danach wird wieder neu gewählt.

Daniel Brade (Foto links) wünscht Ralph Lux (Foto rechts) alles erdenklich Gute und immer ein glückliches Händchen im Umgang mit den Ulbersdorfern. Der Zusammenhalt im Ort und die Zusammenarbeit der Vereine muss weiterhin aufrechterhalten werden und vielleicht sogar ausgebaut werden, betonte Ralph Lux in der Dankesrede. Die Ortschaftsräte bedankten sich bei Daniel Brade für seine über 6 Jahre währende Arbeit als Ortsvorsteher im Ort und wünschten ihm für seine neue Tätigkeit in Hohnstein gutes Gelingen. Daniel Brade verwies in seinen Schlussworten auf die noch anstehenden Aufgaben für den Ortschaftsrat in diesem Jahr. Damit kann die Arbeit unter neuer Führung beginnen.

Die Sprechstunde des Ortsvorstehers verbleibt jeden ersten und dritten Donnerstag im Monat von 17.00 bis 19.00 Uhr im Ortsamt Ulbersdorf, Am Schloss Nr. 1.

Der Ortschaftsrat


Juli 2008 - Schloss- und Zuckertütenfest im Kindergarten

Der Schlosskindergarten lud zu einem zum großen Zuckertütenfest am 26. Juli ein.

Die Schuleingangskinder präsentierten ein Programm und erhielten vom Schlossgeist ihre Zuckertüten. Mit dabei war das SPORTPROMOTIONTEAM aus Pirna, eine Eisenbahnausstellung der Firma Tillig war zu sehen, die Feuerwehr organisierte Fahrten und das Kinderschminken fehlte auch nicht.

Bei Livemusik mit der Musikschule Fröhlich ließen sich die Eltern und Großeltern das reichhaltige Kuchenangebot schmecken. Der Dank gilt dem Erzieherteam, dem Elternaktiv und allen fleißigen Helfern.

Der Schlosskindergarten


Mai 2008 - Feuerwehr und Jugendclub starten zweite 48-Stunden Aktion

An der landesweiten Aktion sind die Ulbersdorfer wieder mit dabei. Am Sonnabend, den 31. Mai ist ab 09.00 Uhr Großreinemachaktion im Kesselgelände. Der Zulauf zum zweiten Teich wird gereinigt, Totholz entfernt und der Wanderweg gepflegt. Jedermann ist herzlich dazu eingeladen, die Jugendlichen bei der Aktion zu unterstützen.

Daniel Brade
Ortsvorsteher


April 2008 - Gelungener Dorffest - Rückblick

Der Film zum Jubiläumsfest war fertig und über 150 Mitwirkende des Festumzuges feierten die Premiere bei der Vorführung im Gasthaus Erbgericht am 04. April. Ortsvorsteher Daniel Brade dankte nochmals allen Beteiligten, die zu diesem Erfolgswochenende der 575 Jahrfeier im vergangenen Jahr beigetragen hatten.

Die 9 Organisatoren hatten es in 4 Monaten, 8 Sitzungen, unzähligen Telefonaten und Pkw-Rundreisen geschafft, letztendlich 94 Bilder zum Festumzug auf die Beine zu stellen. Der Festumzug von 2004 wurde noch einmal übertroffen. Trotz Pannen zogen am 05. August 2007 sechs Jahrhunderte Zeitgeschichte in vier Blöcken und 1,5 Stunden durch Ulbersdorf. Ungefähr 450 mitwirkende Personen wurden gezählt. 16 Pferdegespanne, 19 berittene Pferde, 24 Traktoren, 14 Lkw, 15 Pkw, 9 Motorräder und 3 Musikkapellen komplettierten den bunten Festzug. Es war ein Erlebnis für den Ort und ein gelungenes Dorf- und Heimatfest.

Ein großes Dankeschön gilt auch Dirk Hille, der über ein halbes Jahr an dem Film immer und immer wieder gearbeitet hat. Es ist ein wunderschöner einstündiger Rückblick geworden. Die DVD ist zu einem Preis von fünf Euro in der Bäckerei Harnisch erhältlich.

Festkomitee Ulbersdorf

Rückblick auch hier mit Bildern vom Festumzug unter Dorf- und Heimatfest


April 2008 - Baumpflanzaktion zum Frühjahrsputz

Am Sonnabend, 05. April, sind nur 11 Einwohner dem Aufruf zum Frühjahrsputz gefolgt. Dennoch wurde aber viel erledigt. So konnten die Sträucher im Schlosspark verschnitten werden und der Parkteich wurde von Bewuchs befreit. Wichtigste Aufgabe war aber das Ausheben der Löcher für die neu anzupflanzenden Bäume. Vielen Dank allen Mitwirkenden.

Die Bauhofmitarbeiter setzten die Bäume dann am 07. April ein, die Ortschaftsrat Frank Röllig von einer Baumschule in Löbau abholte. So konnten im Schlossvorgarten zwei Säulen-Blutahorn und im Schlosspark eine Sommerlinde und eine Goldeiche gepflanzt werden. Am Bauhofgebäude wurden zwei Obstbäume gepflanzt und im Niederdorf konnte ein Obstbaum durch einen Neuen ersetzt werden. Viel wichtiger sind die Neuanpflanzungen am Kesselweg Richtung Hutbergweg. Dort haben fünf Obstbäume ihren Platz gefunden. Die Standorte aller Bäume wurden in einer Begehung des Ortschaftsrates am 01. April festgelegt. Zuvor hatten die Bauhofmitarbeiter bereits drei Eichen, eine Rotbuche und eine Ulme am Sportplatz und Spielplatz neu gepflanzt. Der Ortschaftsrat ließ sich die Maßnahme 350,00 Euro kosten, die aus dem Grünanlagenfond genommen werden.

Daniel Brade
Ortsvorsteher


Februar 2008 - Ulbersdorfer zum 90. Buchbergfasching in Sebnitz

Bei schönsten, vorfrühlingshaften Sonnenschein zogen zum Faschingsdienstag die Rosenmontagssänger und die Feuerwehr Ulbersdorf aus, um Sebnitz zu „erobern“ bzw. neue Attraktionen zu präsentieren. Nach all den Diskussionen um Gebietsreformen war es an der Zeit, Nägel mit Köpfen zu machen. Gesagt getan, zum Umzug des Buchbergfaschings gratulierten die Ulbersdorfer zum 90. mit der Teilnahme ihrer 2 Fahrzeuge und dem Ansinnen, das kleine Sebnitz als Ortsteil des großen Ulbersdorfs zu übernehmen. Unter dem Motto „Der Größenwahn regiert – Sächsisch Schweizer Weißeritzkreis“ trat die Feuerwehr mit dem mobilen Bürgermeisteramt und einem Übernahmevertrag im XXL-Format auf. Die Rosenmontagssänger präsentierten einen Streichelzoo als neueste Ulbersdorfer Attraktion, natürlich neben der Außenstelle „Urzeitpark Sebnitz“. In aufwendig gestalteten Kostümen waren dabei Kühe, Giraffen, Affen und viele andere Tiere sowie ihre Pfleger und sogar ein Zoodirektor zu bestaunen.

Nach einem kurzen Aufenthalt am Sebnitzer Rathaus, wo auch OB Ruckh die ganze Angelegenheit mit einem Lächeln aufnahm, zog der ganze Tross im Rahmen des Faschingsumzuges zur Freude aller Faschingfans durch die Sebnitzer Innenstadt. Nach glücklicher Heimkehr und einer Ehrenrunde durch Ulbersdorf fand der Faschingsdienstag einen gemütlichen Ausklang im Erbgericht. Vielen Dank an dieser Stelle an alle Beteiligten und herzliche Grüße an die Organisatoren und Mitstreiter des Buchbergfasching’s Sebnitz.

Daniel Brade
Ortsvorsteher


Januar 2008 - Auswertung der Einwohnerbefragung vom Herbst 2006

Endlich ist die dorfspezifische Auswertung der Einwohnerbefragung von Oktober 2006 erfolgt. Das Forschungsprojekt „Bewertung der Lebensverhältnisse in sächsischen Dörfern / Bewertung der Ökonomie ausgewählter Begegnungsstätten“ ist abgeschlossen. Es wurde in 22 Dörfern in Sachsen durchgeführt. Folgende Ergebnisse der Einwohnerbefragung in Ulbersdorf können zusammengefasst bekannt gegeben werden:

In Ulbersdorf haben sich 33 % aller Einwohner ab 15 Jahre an der Befragung zur Lebenszufriedenheit und zu den Lebensverhältnissen beteiligt. Die durchschnittliche Beteiligung in allen 22 Dörfern lag bei 35 %, in den Dörfern der Größengruppe zwischen 500 und 1.000 Einwohnern, zu der Ulbersdorf gehört, bei etwa 31 %. Die Rücklaufquote von Ulbersdorf ist damit durchschnittlich zu bewerten.

Es hat sich gezeigt, dass die Bewohner von Ulbersdorf in der überwiegenden Zahl mit ihren persönlichen Lebensverhältnissen und mit den Lebensverhältnissen auf dem Dorf zufrieden sind. Auch der Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft wird überwiegend positiv bewertet. Die Ergebnisse von Ulbersdorf liegen im Bereich der Durchschnittswerte, wie nachfolgende Beispiele zeigen:

- 63 % der Befragungsteilnehmer von Ulbersdorf sind mit ihren persönlichen Lebensverhältnissen zufrieden oder sehr zufrieden. Im Durchschnitt aller 22 Dörfer liegt dieser Wert bei 69 %.
- Mit den Lebensverhältnissen im Dorf sind 59 % der Befragungsteilnehmer zufrieden oder sehr zufrieden, das Durchschnittsergebnis liegt hier bei 58 %.
- 65 % der Ulbersdorfer Befragungsteilnehmer bewerten den Zusammenhalt der Menschen im Dorf mit gut oder sehr gut, im Durchschnitt der 22 Dörfer liegt dieser Wert bei 68 %.

Als größte Errungenschaften der letzten 10 Jahre werden die vielfältigen Maßnahmen gesehen, die im Rahmen der Dorfentwicklung realisiert wurden und die zur Verschönerung des Ortsbildes beitrugen. Unzufriedenheit herrscht insbesondere mit den unzulänglichen Arbeitsmöglichkeiten und mit den weiten Wegen, die zurückzulegen sind, um wichtige Einrichtungen zu erreichen.

Der 13-seitige Auswertungsbericht ist für Interessierte beim Ortsvorsteher sowie den Ortschaftsräten erhältlich.

Daniel Brade
Ortsvorsteher


Dezember 2007 - Ein Dankeschön für Ellen Michael zur Weihnachtsfeier

Zur Seniorenweihnachtsfeier am 08.12. hieß es Danke sagen. Danke an Ellen Michael, die langjährige Vorsitzende der Ortsgruppe der Volkssolidarität. Der Weihnachtsmann, alias Ortsvorsteher Daniel Brade, ehrte sie und übereichte ein kleines Präsent (Foto).

Über sechs Jahre stand sie der Ortsgruppe mit über 100 Mitgliedern vor. Seit 1982 war Ellen Michael schon in der Volkssolidarität. Mit 80 weiteren Mitgliedern trat sie dieses Jahr aus der Volkssolidarität aus. Ihr hat es sichtlich Spaß gemacht, etwas zu organisieren. Und dies war nicht wenig. Vier Busfahrten im Jahr, der Geburtstag des Monats jedes Quartal, 14 tätige Kegelnachmittage, Kaffeenachmittage, die Weihnachtsfeier und das Dorffest gehörten zu ihrem Aufgabenfeld. Die Geburtstagsbesuche zu den runden und 5er Jubiläen dürfen natürlich nicht fehlen. Ihr wird sicher etwas fehlen, aber „es ging nicht mehr“, verriet Ellen Michael zur Verabschiedung. „Die Rahmenbedingungen für die Arbeit vor Ort, angefangen von den Mitgliedsbeiträgen, waren nicht mehr tragbar“, erklärte sie weiter. So löst sich nun die Ortsgruppe zum Jahresende auf. Mit Dankbarkeit blicken wir auf erfolgreiche Jahre zurück und wünschen Ellen Michael alles Gute, sowie Kraft und Gesundheit.

Daniel Brade
Ortsvorsteher


November 2007 - Rückblick zur 17. Hubertusjagd

Trotz mieser Wetterverhältnisse war die Hubertusjagd am 03. November in der Gemarkung Ulbersdorf ein voller Erfolg, wie das Foto beim Verlegen der Strecke zeigt. Die Anzahl der Jäger und Treiber war nahezu ausgeglichen und die Triebe durch die Privatwälder waren gut organisiert. Die zwei Jagdpächter waren jedenfalls mit dem Ergebnis zufrieden. Am Abend fand dann der traditionelle Hubertusball mit Wildessen, Jagdgericht und Tombola im Erbgericht statt.

Der Dank gilt den Organisatoren für die Aufrechterhaltung dieser schönen Ulbersdorfer Tradition.

Daniel Brade
Ortsvorsteher


Oktober 2007 - Dorfwettbewerb - Rathewalde erhält Preis für den „Weg der Achtsamkeit“


Unser Ort Rathewalde erhielt beim 7. Sächsischen Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ im Landkreis Sächsische Schweiz einen Sonderpreis für die Aktivitäten um den „Weg der Achtsamkeit“. Damit war klar, dass es der staatlich anerkannte Erholungsort nicht unter die Siegerdörfer geschafft hatte. Das sollte aber nicht traurig stimmen, sondern Ansporn sein für eine weitere Zusammenarbeit im Ort, so wie es in Vorbereitung des Wettbewerbes geschah. Der Dorfrundgang mit der Kommission war gut organisiert, die einzelnen Stationen waren mit viel Liebe gestaltet worden und eine ansprechende und umfassende Präsentationsmappe ist entstanden. Der Dank gilt allen Mitwirkenden in den Arbeitsgruppen und dem Ortschaftsrat um Ortsvorsteher Frank Eichler für das gezeigte Engagement. Nun heißt es daran anknüpfen und weiterarbeiten. Rathewalde hat noch viel Potential, was geweckt werden will und dann zum 8. Dorfwettbewerb im Jahr 2010 präsentiert werden kann.




Die Auszeichnungsveranstaltung fand am 26. Oktober im Erbgericht Ulbersdorf statt. Dort präsentierte sich auch das letzte Siegerdorf von 2004, unser Ort Ulbersdorf. Ortsvorsteher Brade präsentierte die Ergebnisse aus dem Wettbewerb und die Entwicklung Ulbersdorfs der vergangenen Jahre. Durch die Preisgelder konnten verschiedene kleine Projekte umgesetzt werden, wie die Internetseite, Baumersatzpflanzungen, die Gestaltung und Verschönerung des Ortseinganges. Ulbersdorf nahm am Dorfwettbewerb dieses Jahr nicht teil, da es für die Siegerdörfer Tradition ist am Folgewettbewerb sich nicht wieder zu bewerben.

Daniel Brade
Ortsvorsteher



Das Landratsamt gab noch eine Pressemitteilung von der Veranstaltung heraus, die hier nachfolgend abgedruckt ist:

- Pressemitteilung des Landratsamtes -

Sieger im Dorfwettbewerb gekürt - Ottendorf hatte die „Nase“ vorn


Am Freitag, den 26.10.2007, kam nach langer Vorbereitungszeit, viel Mühe und Fleiß, Hoffen und Bangen die Entscheidung: Ottendorf, Ortsteil der Gemeinde Kirnitzschtal, wurde von der Bewertungskommission zum Sieger im Kreiswettbewerb um das schönste Dorf gekürt.

Alle Wettbewerbsteilnehmer hatten sich außerordentlich viel Mühe gegeben, um mit vielen liebevollen Details und Überraschungen bei den Ortsbegehungen die Jury zu überzeugen. Die Entscheidung war denkbar knapp, aber am Ende hatte Ottendorf die entscheidenden Punkte Vorsprung. Eine hervorragende touristische Infrastruktur, gepflegte Grundstücke, Traditionspflege und das außerordentliche Engagement der Einwohner sind nur einige Punkte, die die Jury letztendlich überzeugten. Ottendorf darf sich nun über 1000 Euro Preisgeld und das Siegerschild, welches sicher einen Ehrenplatz erhält, freuen.




Den Sieg knapp verfehlt und damit einen guten zweiten Platz belegte Altendorf. Die hervorragende Entwicklung und Umsetzung des Leitbildes gab auch hier den Ausschlag für die Juryentscheidung. Altendorf wird neben Ottendorf unseren Landkreis in der nächsten Wettbewerbsrunde des Regierungsbezirkes Dresden im kommenden Jahr vertreten und erhielt 750 Euro. Je einen Sonderpreis bekamen die Orte Rathewalde, Lichtenhain, Mittelndorf, Saupsdorf und Langenwolmsdorf, die mit 250 Euro belohnt wurden. Zudem erhielten alle Bewerber einen Gutschein zur Anschaffung eines Baumes, der an den Dorfwettbewerb erinnern soll.

Landrat Michael Geisler dankte den Bürgermeistern Robert Läsker, Uwe Steglich und Wolfram Lasch und den Einwohnern aller beteiligten Orte für ihr großartiges Engagement: „Für alle – auch für diejenigen, die heute nicht die vorderen Plätze belegten – war der Wettbewerb ein großer Erfolg. Denn es zählen die Werte, die geschaffen wurden, der Zusammenhalt, der entstanden ist und die Erfahrungen, die Sie reich gemacht haben.“


Oktober 2007 - Enkel des letzten Besitzers des Rittergutes zu Besuch

Am Sonntag, 07.10., und Montag, 08.10., war der Einzige noch lebende Enkel des letzten Rittergutsbesitzers des Rittergutes Ulbersdorf, Herr Frieder Voigt aus Bayern, zu Gast. Sichtlich begeistert von Ulbersdorf traf er sich am Montagmorgen mit Ortsvorsteher Daniel Brade und Ortschronist Günter Franke im Schloss. Auch Leo Gorek war bei dem Gespräch über die Geschichte des Rittergutes und das Schicksals des Besitzerehepaars Richard und Elisabeth Förster dabei. Gemeinsam wurden Unterlagen zur Familiengeschichte der Försters ausgetauscht und die Ausstellung zur 575-jährigen Ortsgeschichte betrachtet. Herr Voigt hat natürlich keine Besitzansprüche mehr, zumal die Bodenreform bis 1949 nach deutschem Recht von Rückgabeansprüchen ausgenommen ist.

Viel mehr interessierte ihn die Geschichte der 30iger Jahre, das Kriegerdenkmal mit Schneckenberg und die der Ida von Lüttichau. Herr Voigt möchte nun mithelfen, weitere Fakten zur Ulbersdorfer Geschichte zusammen zu tragen. Das Angebot haben wir gerne angenommen. Sein Lob galt auch den Bemühungen zum Erhalt des Schlosses und der Rekonstruktion des Schlossparks. Er will nächstes Jahr wieder nach Ulbersdorf reisen und bedankte sich für die Offenheit und das Entgegenkommen der Ulbersdorfer.

Sein Großvater, Richard Förster, besaß das Rittergut Ulbersdorf mit dem herrschaftlichen Schloss von 1931 bis zur Enteignung 1945. Er war ein sehr angesehener und volkstümlicher Gutsbesitzer, der selbst auf dem Feld mitarbeitete. Ab 1942, nach dem Tode des einzigen noch lebenden Sohnes Johannes, verpachteten die Försters das Rittergut an den Herrn Rechenberg. Das letzte Bild mit den Försters und Ulbersdorfern war zum Erntedankfest 1945 entstanden. Das Ehepaar Förster wurde dann am 22.10.1945 durch die russische Besatzungsmacht verhaftet und in ein Lager nach Binz/Rügen verbracht, wo der Gutsbesitzer am 05.11.1945 verstarb. Aus der Ehe gingen 3 Söhne und 3 Töchter hervor.

Die Söhne starben als junge Erwachsene kinderlos. Von einer Tochter ist der letzte noch lebende Enkel, Herr Frieder Voigt, heute wohnhaft in Bad Neustadt/Saale, übrig, der den Großvater noch kannte und öfters in Ulbersdorf auf dem Rittergut weilte.

Daniel Brade
Ortsvorsteher


Mai 2007 - Sanierung Zweiter Kesselteich durch gemeinsame Aktion abgeschlossen

Das Entenhaus wird aufgesetzt Abschluss der Arbeiten am Zulauf des Teiches

Im Rahmen der von Jugendland organisierten 48-Stunden-Aktion konnte die Sanierung des zweiten Teiches im Kesselgebiet durch die Zusammenarbeit des Jugendclubs und der Feuerwehr abgeschlossen werden. Der Zulauf wurde befestigt, Holzpalisaden angebracht und letzte Schlämmarbeiten durchgeführt. Mit dem Entenhäuschen wurde die über ein Jahr andauernde Sanierung des Teiches abgeschlossen.

Daniel Brade
Ortsvorsteher


Unfassbar und viel zu früh verstarb am 15.02.2007 im Alter von 73 Jahren unser langjähriger Bürgermeister, Ortsvorsteher und Weggefährte, Herr

Hans Schaffrath

Hans Schaffrath war von 1970 bis 1993 mit Leib und Seele Bürgermeister seines Heimatdorfes. Danach setzte er sich weiter als Ortsvorsteher von 1994 bis 2002 für die Belange der Bürger seines Ortes ein. Er war in allen Vereinen aktives Mitglied oder Ehrenmitglied und hätte in diesem Jahr sein 50 jähriges Dienstjubiläum bei der Freiwilligen Feuerwehr begehen können.

Worte oder Auflistungen seiner Leistungen und Erfolge, die er gemeinsam mit den Ulbersdorfern erreichte, brauch man hier nicht benennen. Ein jeder im Ort kennt sie. So hat es Hans Schaffrath immer verstanden, die Bürgernähe zu leben und seine Mitmenschen für Projekte und Ideen zu begeistern. So war er auch der Erste, der mit Hacke und Spaten zur Stelle war, als die Wasserleitung, der Konsum, das Sportlerheim oder das Kabelfernsehen errichtet wurde. Nach der politischen Wende erkannte er die Zeichen der Zeit, um mit einem sehr zeitig genehmigten Flächennutzungsplan, die Abwasserleitungen zu bauen, mehrere Straßen zu sanieren, das Schloss und den Park zu restaurieren sowie die Vereinsheime auszubauen.Mit ihm wurde Ulbersdorf mehrmals zum „Schönsten Dorf“ im Landkreis gekürt.

Der Zusammenhalt und die Förderung der Vereine lag ihm besonders am Herzen. Für sie hatte er immer ein offenes Ohr. So war es ihm auch nach der Eingemeindung in die Stadt Hohnstein möglich, gemeinsam mit den Vereinen unser Ulbersdorf unter finanziellen Zwängen weiter voran zu bringen. Er ist der Vater des Dorf- und Heimatfestes, so wie wir es jährlich im August begehen.

Er trat zum 01.01.2002 vom Amt des Ortsvorstehers aus gesundheitlichen Gründen zurück. Im Kreise seiner Familie konnte er im November 2002 mit Ehefrau Helga die Goldene Hochzeit feiern. Wir haben ihm zu seinem 70. Geburtstag im Februar 2003 einen Empfang im Schloss organisiert, wo er viele seiner alten Weggefährten wiedersah. Zum Dorf- und Heimatfest 2004 konnte er im Festumzug durch seinen Heimatort fahren. Wir hätten ihm noch viele schöne Jahre in unserer Mitte gegönnt. Nach mehreren Krankenhausaufenthalten ist er nicht mehr in sein geliebtes Ulbersdorf zurück gekehrt.

Unser Dank gilt seinem unermüdlichen Schaffen und Wirken für Ulbersdorf. Es ist sein Lebenswerk. Er bleibt uns allen unvergessen. Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Ehefrau und Familie.

Ortschaftsrat, Ortsvorsteher, FFw und Vereine von Ulbersdorf

Ulbersdorf im Februar 2007


Dezember 2006 - Neue Sanitäranlagen im Schlosskindergarten

Endlich war es soweit. Die Stadt Hohnstein nahm zusätzliche Fördermittel des Landkreises in Anspruch, legte noch Eigenmittel dazu und die Sanitäranlagen im Ulbersdorfer Schloss konnten für 12.000 Euro in Schuss gebracht werden. Für die Kinder und Erzieherinnen war die Maßnahme eine sichtliche Verbesserung.


Oktober 2006 - Neues Vordach am Bauhof fertig gestellt

Holzvordach am Bauhofgebäude

Schon in den Haushaltsverhandlungen im Jahr 2005 war dem Ortschaftsrat klar, dass das marode Vordach am Bauhof abgerissen und ein Neues errichtet werden soll. Doch die Maßnahme konnte nicht in den Haushalt aufgenommen werden. Ein Abriss wurde empfohlen. Aufgrund der günstigen Haushaltsentwicklung im Jahr 2006 starteten die Räte einen zweiten Versuch und der Stadtrat genehmigte das Bauvorhaben.
Nach dem Abriss und der Entsorgung der Dachpappe konnte eine Ulbersdorfer Baufirma die Putzarbeiten an der Außenwand ausführen. Der Ortschaftsrat hofft dass es auch Ansporn ist, die Außenwand links und rechts vom Vordach noch mit Putz zu versehen, damit Stück für Stück die Front des Gebäudes ein freundliches Aussehen erhält. Dies wird eine der nächsten Aufgaben des Ortschaftsrates sein.
Genügend Holz aus dem Kommunalwald war vorhanden. Es wurde zugeschnitten und etwas Schalung dazu gekauft. Die Betonfundamente wurden gegossen und dann konnte der Bau des neuen Vordaches beginnen. In Eigenleistung, nach alter Ulbersdorfer Manier. Bernd Brückner, Bernd May, Ralph Lux, Jens Herzog, Konrad Kegel und René Schaffrath bauten in zahlreichen Arbeitsstunden, meistens an Sonnabenden die Holzkonstruktion auf. Die Ortschaftsräte bedanken sich für das Engagement und die Leistung. Es ist ein wahres Schmuckstück geworden. Die Maßnahme kostete letztendlich ungefähr 5.500 Euro. Und es hat sich gelohnt, das für das Ortsbild prägende Schleppdach im Einklang mit dem Bauhofgebäude zu erhalten.


Frühjahr 2006 - Zweiter Kesselteich entschlammt

Dammdurchbruch Juli 2005 Setzen der Holzpalisaden Oktober 2005 Betonplatte und Entschlammung April 2006

Beim Frühjahrsputz am 29.04.06 konnte der Teich entschlammt und die Bodenplatte für den Teichständer gegossen werden. Der Dank gilt der Firma HTS Bendl Bau aus Ulbersdorf, die uns den Fertigbeton zur Verfügung stellte. Bei einem weiteren Arbeitseinsatz am 06. Mai wurde der Teich weiter in Handarbeit entschlammt, so dass der Teichständer gesetzt werden konnte. Ab dem 09. Mai füllt sich der Kesselteich nun wieder mit Wasser. Jugendclub, Feuerwehr und Ortschaftsrat brachten so das Projekt zum Abschluss. Zukünftig sind aber beständige Pflegearbeiten am Zufluss sowie am Teich notwendig.


60 Jahre nach Kriegsende - Ulbersdorfer weihten Gedenktafeln für Gefallene und Vermisste des Zweiten Weltkrieges ein

Die Bildgussfirma Ihle bringt die Gedenktafeln an Das frisch abgestrahlte monumentale Denkmal Das Granitdenkmal mit den Namen der Gefallenen des Ersten Weltkrieges


Am Totensonntag, den 20. November 2005, ging ein lang ersehnter Wunsch der Ulbersdorfer in Erfüllung. Nach dem Gottesdienst mit Abendmahl in der Kirche, konnte um 11.45 Uhr die Gedenk- und Einweihungsandacht am Ulbersdorfer „Schneckenberg“ beginnen. Dichter Schneeflockenwirbel umhüllte die monumentalen Granitsäulen, an die zwei Tage zuvor die drei Bronzetafeln mit den Namen der 86 Kriegstoten des Zweiten Weltkrieges angebracht wurden. Bereits zwei Wochen zuvor wurde das Granitdenkmal durch Sandstrahlung restauriert. Seit dem Jahr 1923 steht das durch den Hertigswalder Bildhauer Franz Naumann errichtete Denkmal auf dem Hügel, wo die Namen der 34 Gefallenen des Ersten Weltkrieges eingehauen wurden. Nun endlich, soll die Gedenkstätte erweitert und vollendet werden.


Ungefähr 140 Personen kamen zur Andacht. Die Kameraden und Kameradinnen der Feuerwehr nahmen Aufstellung. Die Posaunenbläsergruppe aus Lichtenhain und der Chor der Kirchgemeinde Ulbersdorf umrahmten die Ansprachen zur Einweihung der Tafeln.

Ortsvorsteher Daniel Brade begann mit den Leitworten „Vergesst uns nicht“, die schon 1923 in den Granit gehauen worden und jetzt für die Toten beider Kriege gelten. Er sprach über das Bemühen der Ulbersdorfer ein Stück Geschichte aufzuarbeiten. „Es wurde nachgefragt, erzählt, niedergeschrieben. Zu den Identitäten der Gefallenen kamen Geschichten hinzu. Schicksale wurden bekannt. Vieles konnte aufgeklärt werden. Sogar ganze Familien wurden ausgelöscht. Allein 37 der 86 Kriegstoten sind vermisst. Nichts wissen die Angehörigen über ihr Schicksal. Keine Nachricht, kein Lebenszeichen, kein Suchdienst war aussagekräftig.“, so Ortsvorsteher Brade. Er sprach von der Verpflichtung zum Frieden, der Verpflichtung zur Toleranz gegenüber Andersdenkenden, der Verpflichtung gegen Hass und Gewalt, als Erbe und Auftrag der Gefallenen für die nachfolgenden Generationen. Er sprach aber auch über das Fehlen der Mahnung und des Gedenkens über viele Jahrzehnte lang in Ulbersdorf. Denn über 60 Jahre sollte es dauern, bis sich die Dorfgemeinschaft wieder einmal am Schneckenberg versammelt, wohlwissend was der Nationalsozialismus für unsägliches Leid für die Menschheit brachte. Ortsvorsteher Brade weiter: „Mit dem heutigen Tag holen wir unser Denkmal, holen wir unsere Toten beider Weltkriege wieder zurück in die Mitte unserer Dorfgemeinschaft. Wir alle können unseren Gefallenen und Vermissten heute zurufen : Wir haben Euch nicht vergessen.“

Ortschaftsrat Bernd Brückner betonte nochmals, dass die Anschaffung der Tafeln nur durch die private Initiative der Vereine sowie vieler Angehöriger und Einwohner möglich war. Er dankte allen, die sich mit ihrer Spende daran beteiligt haben. Unglaublich sei, in welcher kurzen Zeit von drei Jahren so viel Spenden zusammen kamen.
Für Hohnsteins Bürgermeister Wolfram Lasch sind die Tafeln Mahnung und Verpflichtung zugleich, „alles für Versöhnung und Frieden zu tun und sich mit aller Kraft im Kampf gegen jede Form von Gewalt einzusetzen.“ Oberstleutnant Hans-Bernd Beetz war als Vertreter des Verteidigungsbezirkskommandos der Bundeswehr anwesend. In seinem Grußwort gedachte er auch den unschuldigen Opfern in der Zivilbevölkerung „in den menschenverachtenden Kriegen für sinnlose politische Ziele.“ Danach wurde das Lied „Ich hatte einen Kameraden“ von den Posaunenbläsern gespielt.

Einwohner versammeln sich nach dem Gottesdienst Der Kirchenchor eröffnet die Gedenkfeier Die Redner am Granitdenkmal auf dem Schneckenberg

Pfarrer Uwe Kirsch beginnt mit einem Zitat von Gabriel Marcel: „Weil die Toten schweigen, beginnt alles wieder von vorn!“. Nur weil die Toten schweigen, können wir heute damit leben. „Der Mensch ist so angelegt, dass man vergisst, verdrängt und harmonisiert und dazu gehört, dass man sich eben auch an große Zahlen gewöhnen kann: die vielen Millionen, die auf den Schlachtfeldern umkamen, die werden irgendwann mal so etwas wie nur Statistik - die vielen Hunderttausende, die unter Zwangsherrschaft Fürchterlichstes erlebten, die lassen uns kalt - unter Umständen sagen uns 6 Millionen umgebrachter Juden überhaupt nichts mehr - sechs Jahrzehnte danach“, so Pfarrer Kirsch. Der Pfarrer weiter: „ Wer sich aber einen Glauben und ein Gewissen bewahrt hat, nicht nur für sich selbst, sondern auch in weiteren Zusammenhängen, der möge trotzdem darauf hören, hören auf diese Stimmen, damit um Gottes willen nicht alles wieder von vorn beginnt. So gedenken wir auf diesem Hintergrund der gefallenen Soldaten, der Gefangenen, der Vertriebenen und Verschleppten, der Vergewaltigten und Gefolterten, der Menschen, die in den Lagern umkamen und die im Teufelssystem von braunen und roten Terrorregimes falschen Gehorsam unterworfen wurden und besonders derer, die deren Opfer wurden.“ Dann wurden durch Michaela Schöne und Kristin Brückner die 86 Namen verlesen. Pfarrer Kirsch segnete im Anschluss die Bronzetafeln und der Chor sang das Lied „Dona nobis pacem“.

Kranzniederlegung und Gedenken durch die Versammelten Besichtigung der Tafeln Niedergelegte Kränze und Blumen Schneckenberg mit Denkmal nach der Einweihung

Zum Abschluss erfolgte die Kranzniederlegung und alle Anwesenden konnten Blumen niederlegen, still gedenken oder die Tafeln aus der Nähe betrachten. Der Dank gilt allen Mitwirkenden an der Ausgestaltung dieser gelungenen Gedenkstunde. Die Organisatoren hatten mit mehr Teilnehmern gerechnet. Besonders die mittlere Generation fehlte an jenem Tag. Schade. Mögen alle Abwesenden demnächst den Weg zum Schneckenberg finden.

Ortschaftsrat Ulbersdorf


2005 - Sonderauszeichnung bei Dorfwettbewerb im Regierungsbezirk

Die Bewertungsjury beim Dorfrundgang

Im Rahmen einer Preisverleihung in Auswertung des 6. Sächsischen Landeswettbewerbes auf Bezirksebene „Unser Dorf soll schöner werden – Unser Dorf hat Zukunft“ am Mittwoch, den 28. September, im Siegerdorf Nebelschütz (Landkreis Kamenz) erhielt Ulbersdorf eine Sonderauszeichnung für das besondere Engagement der Jugendlichen für ihr Dorf. Die Sonderauszeichnung ist mit einer Geldzuwendung in Höhe von 400 Euro verbunden. Die siebenköpfige Ulbersdorfer Delegation, aus den Ortschaftsräten Ralph Lux, Dirk Hille und Vereinsvertretern Bernd May, Roland Christoph und Christian Schöne sowie Bürgermeister Wolfram Lasch und Ortsvorsteher Daniel Brade, bekam die Sonderauszeichnung vom Dresdner Regierungspräsidenten Dr. Hasenpflug und dem Leiter des Staatlichen Amtes für Ländliche Entwicklung Kamenz, Herrn Schäfer, im Rahmen einer Festveranstaltung in der Begegnungsstätte „Bjesada“ in Nebelschütz überreicht. In der Bewertung heißt es: „Sichtbar im Orts- und Landschaftsbild und hinter den Fassaden sind vielfältige gemeinsame Initiativen der jungen und älteren Ulbersdorfer. Innovativ gestalten z.B. die Jugendlichen ihren Klub und wirken bei der ökologischen Teichgestaltung mit. Durch Initiative im Ort konnte ein Trafoturm zum „Märchenturm“ umgebaut werden.“

Der Ortschaftsrat freut sich über die Anerkennung und wird die Hinweise und Empfehlungen der Bewertungskommission in die zukünftige kommunale Arbeit aufnehmen sowie über die Verwendung des Preisgeldes entscheiden. „Klar ist schon jetzt, dass der Dorfwettbewerb unseren Ort voran gebracht hat, auch wenn wir auf Bezirksebene nicht unter die ersten drei Preisträger gekommen sind“, steht für Ortsvorsteher Daniel Brade fest. Der Dorfwettbewerb ist für Ulbersdorf erst einmal abgeschlossen. Für die Ortschaftsräte ist aber wichtig, dass „der Ort nicht wieder stehen bleiben darf ! Eine kontinuierliche kommunale Entwicklungsarbeit muss gemeinsam geleistet werden.“„Die Empfehlungen der Bewertungskommission müssen verfolgt und in den nächsten Jahren umgesetzt werden“, so die Ortschaftsräte.

Nebelschütz (Landkreis Kamenz) ist Sieger des 6. Sächsischen Landeswettbewerbes im Regierungsbezirk Dresden. Nachfolgend konnten Grumbach (im Weißeritzkreis) mit dem zweiten und Obercunnersdorf (Kreis Löbau Zittau) mit dem dritten Platz punkten. Sie haben jetzt die Möglichkeit am Wettbewerb auf Landesebene 2006 teilzunehmen. Mit Sonderauszeichnungen für besonders innovative Beiträge zur nachhaltigen Dorfentwicklung wurden Bischheim-Häslich, Blattersleben, Bröthen-Michalken, Schöpstal, und Ulbersdorf geehrt. Eine Anerkennung erhielten die Dörfer Göda, Ludwigsdorf und Steinbach.

Aus der Bewertung der Kommission :
Ulbersdorf liegt als typisches Bergdorf eingebettet zwischen dem Westlausitzer Hügelland und dem Nationalpark Sächsische Schweiz. Die Dorfentwicklung von Ulbersdorf zeigt, wie kontinuierliches, auch über längere Zeiträume beharrliches Zusammenwirken der Dorfbewohner als Gemeinschaft zum Erfolg führt. Ein reges Vereinsleben, auch im sportlichen Bereich und eine aktive Dorfgemeinschaft senden deutliche Impulse.
Sichtbar im Orts- und Landschaftsbild und hinter den Fassaden sind vielfältige gemeinsame Initiativen der jungen und älteren Ulbersdorfer. Innovativ gestalten z. B. die Jugendlichen ihren Klub und wirken bei der ökologischen Teichgestaltung mit. Durch Initiative im Ort konnte ein Trafoturm zum „Märchenturm“ umgebaut werden.
Das Bild des Ortskernes von Ulbersdorf wird durch restaurierte Umgebindehäuser und Höfe und die Kirche sowie gepflegte öffentliche und private Grünbereiche bestimmt. Akzente bei der Wertschöpfung werden u. a. durch einen neu eröffneten Hofladen oder die Umnutzung einer Scheune zu anspruchsvollen Ferienwohnungen gesetzt.

Empfehlungen der Kommission:
· Verbesserung der Ortsgestaltung im zentralen Bereich der ehemaligen Kaufhalle und der Garagen
· Entwicklung Renaturierung des Bereiches der stillgelegten Färsenanlage
· Nutzung kommunaler Instrumente zur dorfgerechten Gestaltung von Neu- und Anbauten

Der Ortschaftsrat



2004 - Ulbersdorf holt den Titel „Schönstes Dorf im Landkreis“

„Damit habe ich nicht gerechnet“, gibt Ortsvorsteher Daniel Brade zu, als er von der Nachricht erfahren hatte. Es gab starke Mitbewerber und Ulbersdorf hat sich der Bewertungskommission am 26. August eher bescheiden präsentiert. Denn für den Ortschaftsrat zählte die Teilnahme. „Wir konnten keinen selbstgebackenen Kuchen anbieten oder die Kommission mit einer Kutsche durch den Ort fahren, wie in anderen Orten. Dennoch konnten wir überzeugen“, so Ortsvorsteher Brade. Das zeigt, welche Ausstrahlungskraft unser Ort und unser Dorfleben noch immer hat.

Zur Auszeichnungsveranstaltung am 08. Oktober im Ulbersdorfer Erbgericht offenbarte uns Landrat Michael Geisler die wahren Kriterien für den Siegertitel. „ Die Kommission fand in Ulbersdorf ein stimmiges Gesamtbild vor. Der Ort hat konsequent den Ortsentwicklungsplan und die Ortsgestaltung mit Erfolg umgesetzt. Hier weiß man, wo man hin möchte und das ist in der heutigen Zeit viel wert“. Der Landrat weiter: „ Die Dorfgemeinschaft funktioniert, die Jugend wird in das Vereinsleben eingebunden und vorhandene private Initiativen wirken beispielgebend“. In dem Bericht der Bewertungskommission heißt es : „ Mit Hofladen, Bäckerei, drei Gaststätten, Arztpraxis und Friseur im Ort sowie einer gemütlichen freundlichen Atmosphäre des Ortsbildes ist eine Infrastruktur für den Fremdenverkehr vorhanden, die für Gäste einladend wirkt“. Die Ortschaftsräte und die anwesenden Vereinsvorsitzenden freuten sich sichtlich über so viel freundliche Worte an jenem Freitagabend. Für Ortsvorsteher Brade ist der Titel „die Krönung eines erfolgreichen Jahres 2004 für Ulbersdorf“. Mit der Internetpräsentation, dem Märchenturm sowie dem erfolgreichen Dorf- und Heimatfest der Jubiläen seien innovative Projekte gelungen. Nicht zu vergessen sind auch die vielen privaten Investitionen an den Häuserfassaden und Vorgärten in den letzten Jahren. „Die Ulbersdorfer haben die Finanzknappheit und die damit geringe Investitionstätigkeit der Gemeinde mit ihrem privaten Engagement, auch auf kommunalen Grünanlagen, wett gemacht“, so der Ortsvorsteher. Jener Abend klang dann mit den Vertretern aus den anderen Bewerberorten gemütlich aus.

Ulbersdorf holte damit erstmals den Siegertitel im Landkreis Sächsische Schweiz. 1992 und 1994 war Ulbersdorf schon das schönste Dorf im ehemaligen Landkreis Sebnitz. 1995 belegte der Ort dann den 2. Platz im Regierungsbezirk und den 10. Platz beim Wettbewerb um das schönste Dorf Sachsens. Bei der erneuten und auch letzten Teilnahme Ulbersdorfs am Dorfwettbewerb 1996 konnte keine Platzierung erreicht werden. Nach 8 Jahren Ruhephase beschloss der Ortschaftsrat in diesem Jahr wieder einmal die Teilnahme. Mit dem Siegertitel ist Ulbersdorf für den Dorfwettbewerb um das schönste Dorf im Regierungsbezirk Dresden für 2005 nominiert und wird daran teilnehmen.

Ortschaftsrat Ulbersdorf


2004 - Sanierung der Rückwand am FFw-Gerätehaus

Rückwand am FFW-Gerätehaus

Durch den Weitblick der Kameraden der FFw und die Durchsetzungskraft des Ortschaftsrates konnte die Rückwand am Gerätehaus im letzten Jahr trockengelegt und saniert werden. In altbewährter Manier kam wieder das Ulbersdorfer Modell zum Tragen. Die Materialkosten in Höhe von 6.000 Euro waren im Haushaltsplan der Stadt Hohnstein eingestellt. Die Arbeiten wurden in Eigenleistung von den Kameraden durchgeführt. Noch vorm Dorf- und Heimatfest konnten im Juni und Juli 2004 die Dämmung, die Holzverkleidung und der Strukturputz angebracht werden. Viel schwieriger war es dann um den Erdaushub an der Rückwand und die Trockenlegung bis auf die Grundmauern bestellt. Unter schwierigsten Wetterbedingungen konnten im Oktober und November die Drainagerohre freigelegt werden und die Dämmung und Isolierung abgeschlossen werden. Durch die überraschend große Nässe an der Rückwand muss nun noch der Putz an der Innenwand in der Gerätehalle erneuert werden. Dies bleibt Aufgabe für 2005. So war es höchste Zeit jene Baumaßnahme durchzuführen. Denn die Feuchtigkeit wäre zum riesigen Problem für das Gerätehaus geworden.

FFw - Wehrleitung



2004 - Der Pfarrweg grundhaft ausgebaut

Der neue Pfarrweg

Die Straßenbaumaßnahme Pfarrweg konnte Ende Juni abgeschlossen werden. Mit den drei entstandenen Stellflächen ist eine Wendemöglichkeit für große Fahrzeuge geschaffen worden.Ein Dank gilt hier der Ebersbacher Tiefbau GmbH für die schnelle Fertigstellung der Strasse und den umkomplizierten Umgang mit den Anliegern. Ein weiteres Dankeschön gilt den Anliegern für ihr Verständnis, da sie nun die Straßenausbaubeiträge tragen müssen. Damit ist der Pfarrweg die erste kommunale Straße in Ulbersdorf, die mit Straßenausbaubeiträgen abgerechnet wird. Die Gemeinde Hohnstein bekam aufgrund ihrer Haushaltsschwierigkeiten im Jahr 1996 jene Satzung zur Erhebung von Straßenausbaubeiträgen vom Landratsamt per Ersatzvornahme verordnet. Jene Satzung begründet sich wieder auf das Sächsische Kommunalabgabengesetz, dass 1993 durch Landtagsbeschluss in Kraft trat. Damit müssen die Anlieger an einer Anliegerstraße 75% der Kosten tragen, während die Gemeinde 25 % der Kosten übernimmt. Ausgereichte Fördermittel allerdings werden vorher von der Gesamtsumme abgezogen. So auch beim Pfarrweg. Da die Anlieger des Pfarrweges die Abrechnung über die anliegende Grundstücksgröße(Globalberechnung) als ungerecht empfanden, wird eine Sonderlösung angestrebt. Die Anlieger teilen sich die Beitragssumme gleichberechtigt untereinander auf, je nach Anzahl der anliegenden Grundstücke. Wieder einmal ein "Ulbersdorfer Modell". Eine gerechte Lösung des Problems, die allerdings nur durch die Einigkeit aller Anlieger möglich ist.

Daniel Brade, Ortsvorsteher