Die Sächsische Semmeringbahn mit dem Bahnhof Ulbersdorf

Durch eine der landschaftlich reizvollsten Gebiete Sachsens wurde von 1874 bis 1877 die Eisenbahnstrecke Bad Schandau - Sebnitz - Neustadt - Neukirch gebaut. Der Bau durch gebirgiges Gelände - zunächst durch den Elbsandstein und dann durch den Lausitzer Granit- war zur damaligen Zeit eine eine große Herausforderung. Viele Kurven, langgezogene und zum Teil erhebliche Steigungen, Tunnel und Brücken zeugen von der technischen Meisterschaft der Eisenbahnbauer. Zwischen Bad Schandau und Sebnitz entstanden 7 Tunnel mit insgesamt 926 m, 27 Brücken und 2 Viadukte. Deshalb erhielt diese Strecke den einprägsamen Namen "Sächsische Semmeringbahn".
Am Haltepunkt Goßdorf/ Kohlmühle zweigte die von 1897 bis 1951 in Betrieb befindliche Schmalspurbahn nach Hohnstein ab. Von dieser Bahnlinie sind heute noch Tunnel, Bahndammreste und Brücken zu finden.
Der Ulbersdorfer Bahnhof ist ein kleiner Kreuzungsbahnhof und liegt in einem tiefen Taleinschnitt zwischen zwei Tunneln. Im Warteraum befindet sich ein restauriertes Kurbelwerk aus dem Jahr 1893. 
Auf der Eisenbahnstrecke wurde 1995 der Güterverkehr eingestellt. Heute verkehren auf der "Sächsischen Semmeringbahn" im Regionalverkehr Triebwagenzüge.
Eine Eisenbahnfahrt von der Elbe hinauf in das romantische Sebnitztal sollte sich niemand entgehen lassen. Wer Glück hat, kann die malerische Natur mit einer Traditionsfahrt mit Dampflokomotive genießen.

Historische Bahnfahrt
historisch

Dampflok auf der Semmeringbahn
Tradition

Ulbersdorfer Bahnhof
heute

Quelle: Lesemappe von Herrn Klaus Böhme